Archiv bisherige Bergbaukalender

2014 „Schätze des Bergbaus“

21. Original Sächsischer Bergbaukalender

TITEL

KÖNIGSWALDE  I KUPFER

• Abbaue unterhalb des Mittleren St. Briccius Stolln [Königswalde]

• Aus Kupfer getriebenes sächsisches Wappen aus der Saigerhütte Grünthal bei Olbernhau [Olbernhau-Grünthal]

Vorsatzbild

Dresden  I  Plauen

• Präsentation der Verarbeitung von erzgebirgischen Erzen beim Saturnusfest im Plaunschen Grund bei

 Dresden im Jahr 1719, TU Bergakademie Freiberg – Universitätsbibliothek, Wissenschaftlicher Altbestand

Vorsatztext

Sehr schnell wurde mit Beginn des Bergbaues in Sachsen dessen wirtschaftliche Bedeutung für das Land erkannt und die damit verbundenen Möglichkeiten genutzt. Der Freiberger Bergmeister E.G.A. von Weissenbach schrieb 1833 in seinem Buch „Sachsens Bergbau nationalökonomisch betrachtet“: …Das vorzugsweise günstige Zusammentreffen aller dieser an die Örtlichkeit gebundenen Bedingungen aber, welches im sächsischen Erzgebirge ehedem den Bergbau hervorrief, besteht noch, und ist daher noch immer die einzige Grundlage, auf welcher die ausgebreitete Industrie naturgemäß wurzelt und sich erhält, die sich mithin kein anderer Staat willkürlich verschaffen, Sachsen sich aber auch durch nichts Anderes ersetzen kann. …

 

Der erzgebirgische Bergbau diente stets der Gewinnung unterschiedlichster Bodenschätze. Der dafür betriebene Aufwand richtete sich vor allem nach den zeitlich veränderlichen Werten der Ressourcen. Manche Rohstoffe waren verhältnismäßig einfach zu gewinnen – die aus ihnen hergestellten Produkte umso wertvoller. Dazu gehören beispielsweise Keramiken und Porzellane. Auch die verwendeten Farben und Glasuren beruhten auf einheimischen Bergbauprodukten. Manchmal gelangten wertvolle Rohstoffe auf die Halde. Dazu gehörten die Zinkblende und die Uranpechblende. An die umtriebigen Berggeister erinnern die Spottbezeichnungen der Nickel- und der Kobalterze. Später waren es genau diese Rohstoffe, die zu neuen intensiven Bergbauperioden im Erzgebirge führten. Bemerkenswert waren die Vielzahl der geförderten Rohstoffe und die daraus in der Region hergestellten Produkte. Das erzgebirgische Silber,

 

untergeordnet auch Kupfer, war über Jahrhunderte der Ausgangsstoff für die sächsischen Münz- und Medaillenprägungen. Die zahlreichen Eisenerzvorkommen führten zum Entstehen ungezählter Eisenhütten und Hammerwerke, aus denen die verschiedenartigsten Eisenerzeugnisse stammten. Kupferbleche und Bleiplatten nutzte man als Dachdeckungs- oder Baumaterial. Kupfer war zudem bei der Herstellung von Messing ein wichtiges Legierungsmetall. Zinn verarbeitete man entweder direkt zu Schmuck- und Gebrauchsgegenständen oder es diente der Herstellung verzinnter Eisenblechen, dem sogenannten Weißblech. Das im großen Umfang geförderte Kobalt diente zur Herstellung von kobaltblauen Farben. Schwarze, grüne, orange oder gelbe Farbe besonders bei der Glasherstellung lieferten anfänglich die Uranerze. Blei war nicht nur bei metallurgischen Prozessen unabkömmlich, sondern es fand ebenso bei der Erzeugung von Bleiglas oder als Werkstoff im Bauwesen Verwendung. Nickel begründete als Legierung unter der Bezeichnung Alpaka die umfangreiche Geschirr- und Besteckwarenfabrikation des Westerzgebirges. Das vor allem bei der Zinnerzgewinnung in großem Umfang ebenfalls gewonnene Arsen wurde als Schädlingsbekämpfungsmittel, als Gerbstoff aber auch als Farbe in die ganze Welt exportiert. Sächsische Werksteine finden sich verarbeitet in Bauwerken und Schmuck- und Edelsteine an kulturhistorisch wertvollen Kleinobjekten.

 

Die in vergangener Zeit aus einheimischen Rohstoffen

hergestellten Produkte waren der Ausgangspunkt für die heute fortgeschrittene Industrialisierung des Erzgebirges.

Januar

Breitenbrunn  I  Eisen

• Erzrolle im St. Christoph Stolln [Breitenbrunn]

• Amboss mit der Inschrift: Alles ist an Gottes Segen und an seiner Gnad gelegen Glück Auf 1858, Markus Röhling Stolln [Frohnau]

Februar

Lengefeld  I  Marmor

• Eisbildungen in den Weitungen auf der Tagebausohle im Alten Lager im Kalkwerk Lengefeld [Lengefeld]

• Taufstein [1699] aus Marmor von Wildenfels in der St.-Georgen-Kirche [Schwarzenberg]

März

Halsbrücke  I  Blei

• Abbau auf dem Samuel Spat des Bergbaus in der Betriebsabteilung Halsbrücke des „Bergbau- und Hüttenkombinates A. Funk“ [Halsbrücke]

• Blei-Lettern vom Buchdruck aus einer Legierung mit annähernd  67 %  Blei,
28 % Antimon und 5 % Zinn sowie etwas Kupfer

April

Reichenau  I  Silber

• Fundtafel aus dem Jahr 1787 im St. Christoph Stolln [Reichenau bei Frauenstein]

• Sächsischer Ausbeutetaler von 1770 (Revers) mit der Inschrift: DER SEEGEN DES BERGBAUES

Mai

Schneckenstein  I  Topas

• Das Geotop Topasfelsen Schneckenstein bei Tannenbergsthal im Vogtland

• Spazierstock Johann Heinrich Köhler, Dresden 1734, Facettierter Topas vom Schneckenstein, Gold, Spanisches Rohr,    Länge des Stockes: 87,5 cm, Knopf: H. 2,3 cm, Grünes Gewölbe, Inv. Nr. VIII 253, Foto: J. Karpinski

Juni

Schneeberg Neustädtell  I  Kobalt

• Bruchsteinmauerung auf dem Himmelfahrter Flügel im Fürstenstolln [Schneeberg-Neustädtel]

• Bemalung in der Laube des Faktors aus dem Jahr 1621 unter Verwendung von Kobaltblau in der Saigerhütte Grünthal (Olbernhau-Grünthal)

Juli

Kemmlitz  I  Kaolin

• Kaolintagebau Kemmlitz [bei Mügeln]

• Teller mit bergmännischen Motiven aus der Zeit um 1750 von J.J. Kändler, J.F. Eberlein; Porzellanmanufaktur Meissen [Meißen]

August

HALSBRÜCKE  I  KUPFER

• Rothschönberger Stolln am abgeworfenen Umbruch beim Halsbrücker Spat, oberhalb des 8. Lichtlochs [Halsbrücke]

• Wetterfahne (1670) auf dem Donatsturm [Freiberg]

September

Freiberg  I  Arsen

• Kaspar Stehender im Thurmhofer Hilfsstolln im Grubenfeld der Himmelfahrt Fundgrube [Freiberg]

• Arsenik aus der Arsenikfabrik Muldenhütten [Hilbersdorf bei Freiberg]

Oktober

Pöhla  I  Uran

• Der durch die SDAG Wismut aufgefahrene Stolln Pöhla im Bereich der Lagerstätte Hämmerlein [Pöhla bei Schwarzenberg]

• Fußschale aus annagelbem, mit Uran gefärbten Pressglas

November

Schneeberg Neustädtel  I  Nickel

• Bruchsteinmauerung und teilverfüllte Wassersaige auf dem Persival Morgangang in der Grube Weißer Hirsch

 im Fürstenstolln [Schneeberg-Neustädtel]

• Schwer versilberte Sauciere aus Alpaka, einer Legierung aus etwa 55 % Kupfer, 20 % Nickel und 25 % Zink

Dezember

Geyer  I  Zinn

• Feuergesetzte Strecke im Hüttenstolln [Geyer]

• Bergmann als Lichterhalter (1743) in der St. Marienkirche [Marienberg]

Impressum

Konzeption/Fotografien/Vorsatztext

Jens Kugler

Steigerweg 3, D-09603 Kleinvoigtsberg

Telefon: (01 72) 3 76 75 72

eMail: jenskuglerverlag@aol.com

 

Gestaltung

Moxxo Design, René König

Enzmannstr. 4, D-09112 Chemnitz

Telefon: (03 71) 666 52 66

Telefax: (03 71) 666 52 77

eMail:  info@bergbaukalender.de

Internet: www.bergbaukalender.de

 

 

 

 

Gesamtherstellung

Sachsenwerbung & Service UG

Breitscheidstraße 45, 01156 Dresden

 

ISBN 978-3-9815545-1-9

© König, Kugler, Störr, 2013

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