Archiv bisherige Bergbaukalender

2012 „Skulpturen, Plastiken & Reliefs im sächsischen Bergbau“

19. Original Sächsischer Bergbaukalender

Titel

Halsbrücke

• Abbau aus dem 18. Jahrhundert in der Grube „Komm Sieg mit Freuden“ auf dem „Komm Sieg mit Freuden Spat“

• Freiberg; Bergmannsherme am 1903 erbauten Schutzhaus für die Goldene Pforte am Freiberger Dom  

Vorsatzbild

• Freiberg; Hauszeichen mit Bergmannsrelief aus dem Jahr 1561 am Haus Donatsgasse 23

Vorsatztext

Unterschiedlichste Skulpturen, Plastiken oder Reliefs, mit berg- und hüttenmännischen Darstellungen finden sich allerorten in den sächsischen Bergbaugebieten. Sie sind ein Symbol der Zugehörigkeit oder der Verbundenheit mit dem hochgeachteten und lange Zeit dominierenden Berufsstand. Viele dieser Objekte sind kulturhistorisch bedeutsam.

 

Im Gussverfahren hergestellte Reliefs oder Plastiken finden sich ab dem 16. Jahrhundert beispielsweise auf einzelnen Elementen von Öfen. Zeitnah haben sich aus Werksteinen gefertigte Reliefs oder Skulpturen als prächtige Hauszeichen oder Schmuckelemente erhalten. Waren es in Kirchen anfangs die verehrten Patrone, die mit berg- und hüttenmännischen Symbolen ausgestattet wurden, fanden bald Plastiken und Skulpturen der Berg- und Hüttenleute als Schmuck- oder Zierelemente den Eingang in die Gotteshäuser. Und hier finden sie sich noch heute in mannigfachen Formen an Altären, Knappschaftsgestühlen, Kanzeln, Prozessionskreuzen, Epitaphen oder Altarleuchtern. Berg- und Hüttenleute fanden als Lichterträger, aber auch als einfache Plastiken oder Skulpturen ihren Weg ebenso in unzählige Museen und Privatwohnungen. Gelegentlich findet man sie in großer Anzahl in Buckelbergwerken, bei nachgestalteten Bergparaden oder auf

den erzgebirgischen Weihnachtsbergen. So vielfältig, wie die

 

Materialien mit denen Bergleute bei ihrer Arbeit umgingen, so vielfältig sind die verwendeten Ausgangsmaterialien. Sie reichen von Holz, Werksteinen über die verschiedensten Metalle bis zu Keramik und Porzellan. Als Urheber der Werke stehen in einer Reihe der ungenannte Bergmann und der Volkskünstler neben dem weit über die sächsischen Landesgrenzen bekannten professionellen Künstler.

 

Kulturhistorisch wichtige montanhistorische Skulpturen und Plastiken gehen mit den Hochzeiten der montanhistorischen Entwicklung konform. Doch sind die ab dem 16. Jahrhundert überlieferten Reliefs, Plastiken und Skulpturen weder auf eine Region noch auf einen gewonnenen Rohstoff beschränkt. Und so finden sie sich gleichermaßen vom frühneuzeitlichen Silber- und Zinnerzbergbau, Kohlebergbau bis hin zum erst vor wenigen Jahren beendeten Uranerzbergbau.

 

Bisweilen verfolgte man bei ihrer Herstellung bestimmte Absichten, die das gesamte Spektrum von der Werbung für das aktive Montanwesen bis zu einer verklärenden Erinnerungskultur einschließen. So sind die Reliefs, Plastiken und Skulpturen mit berg- und hüttenmännischen Darstellungen eine der zahlreichen Facetten des sächsischen Montanwesens.

Januar

Altenberg, OT Geising

• „Zwitterstock Tiefer Erbstolln“

• Relief von 1688 mit wappenhaltenden Bergleuten im Saitenmacherhaus

Februar

Annaberg-Buchholz, OT Geyersdorf

• „Tiefer Freudenstolln“

• Bergmannsskulptur des 16. Jahrhunderts als Gaffkopf über dem Eingang zur St. Annenkirche in Annaberg

März

Brand-Erbisdorf

• Grubenmauerung aus dem 19. Jahrhundert im „Thelersberger Stolln“ auf dem „Ludwig Stehenden“

• Bergmänner mit dem Stadtwappen am Bergmannsdenkmal von 1924 auf dem Marktplatz von Brand-Erbisdorf

 

April

Schneeberg

• Strecke aus dem 16. Jahrhundert im Bereich der Grube „St. Georgen“

• Skulptur des Bergmanns Sebastian Kraus aus dem Jahr 1911 als Kanzelträger in der Stadtkirche Schneeberg-Neustädtel von Ernst Dagobert Kaltofen (*1841 †1922)

Mai

Altenberg; OT Zinnwald

• „Tiefer Bünau Stolln“ – „Reichtroster Weitung“

• Epitaph für den Obersteiger Lorenz Görl [*1904 †1960] auf dem Friedhof in Zinnwald

Juni

Schwarzenberg

• Raschau-Markersbach, OT Langenberg; Mauerung im Bereich der oberen Radstube der Grube „Gottes Geschick“ am „Neuen Kunstschacht “

• Bergmännische Plastik im Gitter der Stadtkirche St. Georg vom Schlossermeister Zacharias Georgi von 1709/10

Juli

Halsbrücke, OT Conradsdorf

• Mauerung im Mundlochbereich vom „Löffler Stolln“

• Freiberg; Bergmannsherme am 1903 erbauten Schutzhaus für die Goldene Pforte am Freiberger Dom  

August

Halsbrücke

• „Anna Stolln“ beim „Anna Straßenschacht“ auf dem „Halsbrücker Spat“

• Plastik aus dem 20. Jahrhundert nach einem Motiv von Eduard Heuchler [*1799 † 1879] als Wohnhausschmuck

auf dem Roten Weg in Freiberg

September

Brand-Erbisdorf

• Grubenmauerung aus dem 19. Jahrhundert im Thelersberger  Stolln beim „Hilfe des Herrn Spat und Flachen“

• Lebensgroße Bergmannsskulptur aus der Zeit um 1585 in der Stadtkirche von Erbisdorf vom Bildhauer Samuel Lorenz [*1550(vor) † 1795(um)]

 

Oktober

Altenberg, OT Lauenstein

• Bärenstein; „Hiob Erbstolln“

• Relief aus dem 17. Jahrhundert am Eingangsportal zum Schloss Lauenstein

November

Freiberg

• Großschirma, OT Obergruna; „Tiefer Hilfe Gottes Stolln“ auf dem „Hilfe Gottes Spat“

• Freiberg, Herdergasse; Bergmannsherme aus der Zeit um 1650 am Wohnhaus des Oberberghauptmanns Sigismund August Wolfgang Freiherr von Herder (*1776 †1838)

Dezember

Marienberg

• Marienberg, OT Hüttengrund; „Weißtauber Stolln“

• Bergmannsskulptur in der Kirche St. Marien

Impressum

Konzeption/Fotografien/Vorsatztext

Jens Kugler

Steigerweg 3, D-09603 Kleinvoigtsberg

Telefon: (01 72) 3 76 75 72,

eMail: jenskuglerverlag@aol.com

 

Gestaltung

Moxxo Design, René König

Enzmannstr. 4, D-09112 Chemnitz

Telefon: (03 71) 666 52 66

Telefax: (03 71) 666 52 77

eMail: info@bergbaukalender.de

Internet: www.bergbaukalender.de

 

Gesamtherstellung

druckspecht offsetdruck & service gmbh

Dr. Rudolf Störr

An der Markthalle 4, 09111 Chemnitz

 

ISBN 978-3-9813565-7-1

© König, Kugler, Störr, 2011

 

BERGBAUKALENDER

INHABER RENÉ KÖNIG

ENZMANNSTRASSE 4

09112 CHEMNITZ

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