Archiv bisherige Bergbaukalender

2009 „Stolln im erzgebirgischen Bergbau“

16. Original Sächsischer Bergbaukalender

• Firstverwahrung im Tiefen Fürstenstolln auf dem Hohe Birke Stehenden bei St. Niklas
Der Bergknapp [Jost Amman, 1568]

Titel

Freiberg/Zug

• Firstverwahrung im Tiefen Fürstenstolln auf dem Hohe Birke Stehenden bei St. Niklas

Vorsatzbild

Der Bergknapp [Jost Amman, 1568]

Vorsatztext

Stolln gehörten beim erzgebirgischen Bergbau zu den wichtigsten Grubenbauen und galten über Jahrhunderte als dessen „Lebensadern“. Bereits GEORGIUS AGRICOLA (*1494 † 1555) und JOHANNES MATHESIUS (*1504 † 1565) beschreiben ihre unterschiedlichen Funktionen:

„... Ein Stollen ist ein Gruben vnder der Erden in die lenge getriben zwey mal höher dann breiter, das die Arbeiter vnd ander Leuth durch sie fahren vnd ihre Läst aussführen mögen....“.

 

„... Ein geraumer vnd verwarter stoln, mit seinem gerin vnd dreckwerck zugerichtet, ist die schönste Kunst auff dem Bergkwerck, denn solcher benimpt wasser, vnd böss wetter vnd bringet gut wetter, vnd gibt leichte förderung mit truhen oder hunden...“.

 

Von den ungezählten im Erzgebirge begonnenen Stolln entwickelten sich einzelne aufgrund besonderer Voraussetzungen und durch finanzielle Förderungen zu Hauptstolln. Meist wurden Stolln unmittelbar nach der Aufnahme des Bergbaus angeschlagen. War ein solcher bereits Bestandteil der eingelegten Mutung und gehörte einer Grube, findet sich oft die Bezeichnung Erbstolln als Zusatz im Grubennamen wieder. Die Benennung der Stolln erfolgte

entweder nach dem Hauptgewerken, den zugehörigen

 

Gruben oder der Lokalität des Ansatzpunktes. Sowohl die Pflichten als auch die besonderen Rechte von Erbstolln waren immer Bestandteil des jeweils geltenden Bergrechts. Unter bestimmten Vorraussetzungen konnten Gruben bereits beim Auffahren von Stolln zur Kostenbeteiligung verpflichtet werden. Übernahm der in das Grubenfeld eingebrachte Stolln seine Funktionen und erfüllte entsprechende Bedingungen, standen dem Stollnbetreiber ein Teil des ausgebrachten Erzes als sogenanntes Stollnneuntel zu, unabhängig davon, ob das durch den Stolln entwässerte Bergwerk mit Gewinn oder Verlust arbeitete.

 

Man versuchte im Lauf der Zeit möglichst tiefe Stolln in die einzelnen Reviere und Grubenfelder einzubringen. Je tiefer der Stolln die angeschlossenen Gruben löste, desto größer war der durch ihn entwässerte Bereich bis zur Tagesoberfläche, desto weniger hoch musste das Wasser aus dem Tiefsten gehoben werden und um so mehr Wasserkraft stand aufgrund einer größeren Fallhöhe für die untertägig eingebauten Wasserkraftmaschinen zur Verfügung. Nicht alle großen Stollnprojekte der einzelnen Reviere konnten realisiert werden, vielfach scheiterten sie an den enormen Kosten.

• Mit Mauerung gesichertes Gangkreuz auf dem Dorothea Morgengang im Dorothea Stolln
• Kastenprofil vom Tiefen Sauberger Erbstolln  • Schlussstein vom Stollnmundloch
• Umbruch im Gebiet vom Muldenschacht nordwestlich des Beihilfe Richtschachtes im Anna Stolln mit Hunten und Holzausbau

Januar

Cunersdorf bei Annaberg-Buchholz

• Mit Mauerung gesichertes Gangkreuz auf dem Dorothea Morgengang im Dorothea Stolln

• Schlussstein am Stollnmundloch

Februar

Ehrenfriedersdorf

• Kastenprofil vom Tiefen Sauberger Erbstolln

• Schlussstein vom Stollnmundloch,  Museum Zinngrube Ehrenfriedersdorf

März

Halsbrücke

• Umbruch im Gebiet vom Muldenschacht nordwestlich des Beihilfe Richtschachtes im Anna Stolln mit Hunten und Holzausbau

• Verstufungstafel des Verstuften Anna Stollns bei Rheinisch Wein

• Elliptische Grubenmauerung im Königlichen Markus Semmler Stolln/Michaeler Umbruch südwestlich der Kornzeche
• Firstverwahrung und gusseiserne Gefluter auf einem Flügel vom Rothschönberger Stolln auf dem Halsbrücker Spat
• Alte Abbaue oberhalb vom Tiefen Kupfergrübner Stolln • Wetterfahne am Mundloch des Stollns

April

Niederschlema/Schneeberg

• Elliptische Grubenmauerung im Königlichen Markus Semmler Stolln/Michaeler Umbruch südwestlich der Kornzeche

• Schlussstein am Stollnmundloch

Mai

Halsbrücke / Rothenfurth

• Firstverwahrung und gusseiserne Gefluter auf einem Flügel vom Rothschönberger Stolln auf dem Halsbrücker Spat

• Tafel am Stollnmundloch

Juni

Sadisdorf

• Alte Abbaue oberhalb vom Tiefen Kupfergrübner Stolln

• Wetterfahne am Mundloch des Stollns

• Firstkasten im Tiefen Blühend Glück Stolln • Schlussstein am Stollnmundloch
• Stossverwahrung im Tiefen Hilfe Gottes Stolln auf dem Vetter Michel Morgengang • Tafel am Peter Fundschacht
• Feuergesetzte Strecke beim Mutter Gottes Lager im Marie Louise Stolln • Schlussstein am Stollnmundloch

Juli

Pobershau/Hinterer Grund

• Firstkasten im Tiefen Blühend Glück Stolln

• Schlussstein am Stollnmundloch

August

Obergruna/Kleinvoigtsberg

• Stossverwahrung im Tiefen Hilfe Gottes Stolln auf dem Vetter Michel Morgengang

• Tafel am Peter Fundschacht

September

Berggießhübel

• Feuergesetzte Strecke beim Mutter Gottes Lager im Marie Louise Stolln

• Schlussstein am Stollnmundloch

• Königlicher Verträgliche Gesellschaft Stolln auf dem Kirschbaum Stehenden mit First- und Sohlverwahrung • Inschrifttafel
• Wasserseige und Firstverwahrung im Königlichen Weistaubner tiefer Erbstolln unweit vom Stollnmundloch • Inschrifttafel
• Gesicherter Schacht im Griefner Stolln  auf dem Siebenhüfner Flachen • Schlussstein am Stollnmundloch

Oktober

Freiberg

• Königlicher Verträgliche Gesellschaft Stolln auf dem Kirschbaum Stehenden mit First- und Sohlverwahrung

• Inschrifttafel und Schlussstein am Stollnmundloch

November

Marienberg/Rittersberg

• Wasserseige und Firstverwahrung im Königlichen Weistaubner tiefer Erbstolln unweit vom Stollnmundloch

• Inschrifttafel am Stollnmundloch

Dezember

Schneeberg-Neustädtel

• Gesicherter Schacht im Griefner Stolln  auf dem Siebenhüfner Flachen

• Schlussstein am Stollnmundloch

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Konzeption/Fotografien/Vorsatztext

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D-09603 Kleinvoigtsberg

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